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1889 Gründungsjahr. Eine Geschichte mit weit zurückreichenden Wurzeln

1889 wurde die Fabrik Modesto Bertotto in Veglio Mosso (BI), im Ortsteil Romanina, gegründet.

Dort wurde der gesamte Produktionszyklus ausgeführt: Kauf von Wolle, Waschen, Kämmen und Spinnen.

Durch die Durchführung auch der Veredelungs- und Färbevorgänge wurde die Weberei die erste im Raum Biella, die einen integrierten Prozess anwendete.

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte das Unternehmen eine vertikale Struktur, die von der Wolle bis zur Kreation von fertigen Stoffen reichte. Zu jener Zeit trat auch ein soziokultureller Wandel ein: Dank des Anstiegs der Beschäftigten und der Löhne wurde eine allgemeine Verbesserung der Lebensbedingungen eingeleitet, wodurch auch der Begriff der Freizeit entstand. Die Menschen entdeckten die Pflege des Aussehens. Der Urahn der Bertotto-Familie hatte daraufhin eine brillante Intuition: Stoffe müssen nicht mehr nur funktional sein, sondern sich auch angenehm anfühlen. Kurzum: Sie müssen an den Stil gebunden sein.

Die 20er Jahre

Während viele Webereien alte Handwebstühle verwendeten, entwickelte Bertotto eine regelrechte Leidenschaft für Technologie. Aus diesem Grund reiste er nach England, um produktive Maschinen zu kaufen. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete das Unternehmen für die Armee: 70% der Produktion italienischer Militäruniformen wurde in der Region Biella hergestellt. Und das größte Unternehmen in der Region Biella beschleunigte den Innovationsbedarf. Die Fakten bewiesen ihm Recht: Trotz der damaligen Einschränkungen (es gab weder Fax noch bequeme Kommunikations- und Transportmittel) vermarktete das Unternehmen seine Stoffe in den 1920er Jahren in Frankreich und England. Nicht einmal die Finanzkrise von 1929 konnte seine Tätigkeiten aufhalten, ganz im Gegenteil: Er ging nach Süditalien, um eine Art Elektrizitätswerk zu kaufen. Er ließ es Stück für Stück nach Norditalien transportieren, um mit den Generatoren eigene Energie zu produzieren.

Die 50er Jahren

1952 wurde die Spinnerei nach Gattinara (VC) verlegt, wo ein wichtiger Produktionsraum speziell dazu errichtet wurde. In den 50er Jahren war es für die Mitarbeiter eine Ehre, am Sonntag in das Unternehmen eingeladen zu werden, um im Turm die Vorschau der neuen fertigen Kollektionen, die Farben im natürlichen Licht und die originellsten Bindungen zu sehen. Die 60er Jahre markierten den Boom des Stoffes. Das Unternehmen zeichnete sich durch sehr feine Stoffe aus, deren Kollektionen den besten italienischen und englischen Schneidereien angeboten wurden und seitdem das Exportpotential des Unternehmens verstärkten. Hier wurde das kostbare Mohair gesponnen, das in den 70er Jahren von berühmten Schneidern und Stylisten wie Armani als Grundlage für Smoking und Abendkleider gewählt wurde. Mit Seide oder Leinen vermischte Wolle wurde ebenfalls fast im Verborgenen gesponnen, da diese speziellen Komponenten den Stoffen außergewöhnliche Effekte verliehen und das Patent vor der Konkurrenz geschützt werden musste.

1977

1977 Innovation war ein wesentliches Merkmal: Das Bertomodes-Label wurde gegründet, das bald führend in der Herstellung von Oberbekleidung für Damen und Herren wurde und den Ehrgeiz hatte, sich in ein Modehaus zu verwandeln. 1977 wurde die große Fabrik in Sandigliano (BI) errichtet, in der die gesamte Produktion einfloss. Diesmal befand sich der Standort nicht mehr im Tal, sondern in der Nähe der Verkehrswege, ein weiteres Zeichen für Weitsicht und Modernität. Dieses Werk markierte die Vereinheitlichung aller Verarbeitungsphasen vom Spinnen bis zum fertigen Stoff. 1979 wurde es auch Sitz des ersten Modesto Bertotto-Markengeschäfts. Es handelte sich um die erste Weberei, die über das übliche Aktionsspektrum hinausreichte und der Kundschaft Konfektion und Direktverkauf anbot, mit Fachpersonal, das über viel Erfahrung in der Schneiderei und Konfektion verfügte. Bis in die 1980er Jahre war es das wichtigste Unternehmen in der Region Biella und auch eine starke Referenz für Modehäuser und Stylisten.

1996

1996 knüpfte die jüngste im Unternehmen tätige Bertotto-Generation eine industrielle Partnerschaft mit der Familie Enoch, der sie nach zweijähriger gemeinsamer Geschäftsführung das Ruder überließ. Der neue Eigentümer glaubte fest an das Potenzial der Einzelhandelsentwicklung. 1998 war das Jahr der Einweihung einer speziellen 1.000 m² großen Ausstellungsfläche in Biella. Es handelte sich dabei nicht nur um eine würdige Kulisse für die Modesto Bertotto-Kollektionen, sondern auch um eine Hommage an die Unternehmensgeschichte: Zusammen mit der Kleidung wurden Zettelmaschinen, Webstühle und erstmals auch Archive zugänglich gemacht, die bis auf das Jahr 1889 zurückreichten. Der Raum wird als großer Ausstellungsraum für Stylisten und Modefirmen genutzt, die die historischen Sammlungen konsultieren und sich von ihnen inspirieren lassen können. In den folgenden Jahren wurden kurz vor dem neuen Jahrhundert – bereits das dritte für das Unternehmen - die Geschäfte in Mendrisio (Schweiz), Mailand, Rom und Turin eröffnet.

Jetzt

Heute sind wir eine komplexe und abwechslungsreiche Gruppe, die von der Herstellung des Stoffes mit hochwertigen Rohwaren bis zur Erstellung von Kollektionen aus fertigen Artikeln und der Entwicklung von Einzelmarkengeschäften reicht. Wir sind auf feierliche Kollektionen für Herren spezialisiert, aber unser Angebot umfasst auch alle formellen, geschäftlichen und informelleren Anlässe für Herren und Damen.

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